Niedsächsisches Landvolk - Landvolkverband Land Hadeln e.V
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Hightec im Kuhstall



























Auf dem Betrieb von Karsten Wohler in Otterndorf ist seit einigen Jahren ein hochmodernes Melkkarussell im Einsatz. Hier können gleichzeitig 20 Kühe gemolken werden, ohne in Stress zu geraten. Die Melkleistung kann durch diese Technik auf über 100 Tiere in der Stunde gesteigert werden. Ein sehr angenehmes und ruhiges Melken gewährleistet so höchsten Kuhkomfort beim Melken und damit verbunden ein höheres Wohlbefinden der Tiere.

Auch für den Melker ist so ein angenehmes Arbeiten möglich. Lästige Kniebeugen wie zu früheren Zeiten im Anbindestall sind nicht mehr erforderlich. Durch das Drehen des Karussells kommen die Kühe zum Melker, und nicht mehr der Melker zur Kuh.

Die Geschwindigkeit des Karussells ist auf die Dauer eines Melkvorgangs abgestimmt, so dass der Melkvorgang kurz vor Erreichen des Ausgangs für die Kuh beendet ist.

Anhand der Nummerierung auf einem Halsband der Kuh erkennt ein Computer, welches Tier wie viel Futter bekommt. Diese Menge wird bei Eintritt der Kuh ins Karussell automatisch in einen Behälter gekippt, den die Kuh dann genüsslich bis zum Ende des Melkvorganges leergefressen hat. Ein Milchauffangbehälter misst die abgegebene Menge der jeweiligen Kuh und führt somit zur Emittlung der Durchschnittsleistung. Über verbundene Leitungen werden die Einzelabgaben der Milch in große Milchtanks gepumpt. Auch die Desinfektion der Zitzen geht ruck zuck, indem die Striche kurz in einen sogenannten „Dipp“ getunkt werden. Dieser befindet sich in einem handlichen kleinen Fläschchen.

Da aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft die einzelnen Betriebe stetig wachsen müssen, um ihr Einkommen zu halten, werden auch zwangsläufig wie auf dem Betrieb von Karsten Wohler die Milchviehherden immer größer. Um den damit ansteigenden Arbeitseinsatz bewältigen zu können ist es unumgänglich, dass auch die Landwirtschaft hochmoderne Technik auf ihren Betrieben einsetzt, die aber auch die Belange der Milchkühe berücksichtigt. Das Melkkarussell ist hierfür ein Beweis des sehr guten Zusammenspiels zwischen moderner Technik und Lebewesen.

Zur Ansicht weiterer Bilder klicken Sie bitte die unten stehenden Überschriften an.

  • Karsten Wohler beim


  • Kuh im Karussell


  • Kuh kommt herein


  • Kuh kommt herein2


  • Melkgeschirr anstöpseln


  • Melkkarussell 2


  • Milchdurchlauf prüfen


  • Wohler und Helfer im Karussell


  • Artgerechte Haltung mit Kälberiglos




























    Besonders artgerechte Kälberhaltung


    Ein sehr tierartgerechter Stallkomplex für Kälber bis zu einem Alter von ca. 3 Monaten steht in Geversdorf auf dem Betrieb von Klaus Ramm.

    Um Lungenerkrankungen und einem erhöhten Krankheitserregerdruck in der Kälberaufzucht entgegenzuwirken, entschloss sich Klaus Ramm zur kompletten Umstellung der Kälberaufzucht auf Außenklimabedingungen. Hierzu errichtete er auf seiner Hofstelle einen modernen Komplex.

    Die neugeborenen Kälber werden in einem Kälbereinzeliglo mit kleinem Auslauf (überdacht) gehalten. Spätestens am 14. Lebenstag werden die Kälber in ein Gruppeniglo umgestallt. Dort stehen 20 Liegeplätze, ein Auslauf mit Stroheinstreu und ein Fressbereich mit speziellen Spaltenboden für Kälber zur Verfügung. Im Fressbereich haben die Kälber ebenfalls Zugang zu einer computergesteuerten Kälbertränke, die die Milchdosierung der Entwicklung des Kalbes anpasst. Sie überwacht auch, dass die Kälber die erforderliche Menge verteilt über den Tag in mehreren kleinen Mahlzeiten aufnimmt. Holt das Kalb die ihm zugeteilte Menge nicht ab, wird der Landwirt über eine Alarmliste informiert.

    Bei dieser Form der Kälberhaltung werden die Tiere besonders art- und tiergerecht gehalten. Durch das Außenklima ist der Krankheitserregerdruck im Stall deutlich reduziert. Die Reinigung und Pflege der Stallflächen ist vollständig mechanisiert möglich. Die Iglos werden einfach hochgeklappt und man fährt den Mist mit dem Radlader ab. Die Gesundheit der Tiere kann besser überwacht werden. Diese Gesamtanlage ist sowohl mit als auch ohne Dach zu bekommen. Um die Fütterarbeiten etc. jedoch im Trockenen ausführen zu können, hat Herr Ramm den gesamten Bereich überdachen lassen.

    Bei Anschaffung einer solchen Anlage erhält man 10 % Förderung wegen artgerechter Haltung.

    Weitere Bilder sehen Sie untenstehend. Bitte klicken Sie auf die Überschrift.

  • Einzeliglo


  • Gesamtansicht 1


  • Gesamtansicht 2


  • Gesamtansicht von hinten


  • Gruppeniglo mit Tränke


  • Kälberiglos Gruppe


  • Milchbar


  • Milchmischer




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